Verhängnisvolle Anziehungskraft

Dieser Film des Regisseurs Adrian Lyne (1987–) von 1941 wurde von einigen Sozialkritikern als Warnung vor den Gefahren des Ehebruchs angesehen. Andere nannten es ein Beispiel für eine Gegenreaktion gegen den Feminismus. Wieder andere sahen es einfach als erstklassigen Thriller.

Michael Douglas (1944–) spielt Dan Gallagher, einen Anwalt, dessen Arbeit ihn mit dem wohlhabenden, schönen Alex Forrest in Kontakt bringt (gespielt von Glenn Close, 1947–, in Abweichung von ihrer üblichen Rolle als Mutterfigur). Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Obwohl Gallagher verheiratet ist und Alex es weiß, gehen die beiden eine kurze, leidenschaftliche Affäre ein.

Als Gallagher versucht, die Begegnung zu beenden (wie beide vereinbart hatten), wird Alex wütend und zeigt sich als psychisch instabil. Sie sagt Gallagher, dass die Affäre noch nicht vorbei ist und dass seine Rückkehr zu seiner Frau und seiner Tochter für sie keinen Unterschied machen wird.

Alex beginnt Gallagher und seine Familie zu verfolgen. Zunächst scheint sie nur darauf bedacht zu sein, Gallagher unbehaglich zu machen. Doch als Gallagher sich weigert, in ihr Bett zurückzukehren, eskaliert Alex die Belästigung. Sie bricht in das Haus der Gallaghers ein und tötet das Haustierkaninchen der Familie. Sie nimmt die Tochter für eine schreckliche Achterbahnfahrt. Sie erzählt Gallagher, dass sie mit seinem Kind schwanger ist. Schließlich wird Alex gewalttätig.

Der Film war finanziell erfolgreich und löste in ganz Amerika erhebliche Diskussionen über Ehebruch, Besessenheit und die hohen Kosten für Abenteuer aus.

- Justin Gustainis

Für mehr Informationen

Conlon, James. "Der Ort der Leidenschaft: Reflexionen über Verhängnisvolle Anziehungskraft." Zeitschrift für populären Film und Fernsehen (Winter 1989): pp. 148–55.

Holmlund, Chris. "Charakter mit aller Macht lesen: Die Fatal Attraction Phänomen." Samt Lichtfalle (Frühjahr 1991): S. 25–36.

Rohrkemper, John. "'Tödliche Anziehung': Die Politik des Terrors." Journal ofPopular Culture (Winter 1992): pp. 83–89.