Taba

Ein Stück Land, das von Ägypten und Israel umstritten ist.

Taba ist ein 250 Hektar großes Stück Land, das in den Golf von Aqaba hineinragt, ein Dutzend Meilen südlich von Elat. Als die israelische und die ägyptische Regierung am 19. Januar 1982 die Bedingungen für die Rückkehr der gesamten Sinai-Halbinsel nach Ägypten festlegten, forderten die israelischen Unterhändler, Taba solle in Israel bleiben. Sie stützten ihre Behauptung auf angebliche Unklarheiten in der physischen Beschreibung von Taba im Abkommen vom 1. Oktober 1906, das die Verwaltungsgrenze zwischen Palästina und Ägypten abgrenzte. Israel verstärkte diesen Anspruch durch den Bau von zwei Hotels nach dem Frühjahr 1982 innerhalb der Taba-Zone. Artikel 7 des ägyptisch-israelischen Friedensvertrages von 1979 sah die Schlichtung oder Schlichtung solcher Differenzen vor, wenn direkte Verhandlungen sie nicht lösen konnten. Ägypten drängte auf die Bildung eines internationalen Schiedsgerichts, aber das israelische Kabinett stimmte dem Prinzip des Schiedsverfahrens erst am 13. Januar 1986 zu. Die Mitgliedschaft und die Bedingungen des Schiedsgerichts wurden bis zum 12. September 1986 vereinbart. Das dreiköpfige Gremium wurde ermächtigt Die Entscheidung über den Standort der Grenzsäulen ab 1948, das Ende des Palästina-Mandats und seine Entscheidungen war für beide Parteien endgültig und bindend. Am 29. September 1988 entschied das Gremium zugunsten Ägyptens. Israel evakuierte Taba am 15. März 1989. Die ägyptische Souveränität wurde über Taba und über die von Israel errichteten Hotels wiederhergestellt. Israelis konnten die Enklave jedoch besuchen, ohne ein ägyptisches Visum zu erhalten, und Israel lieferte weiterhin Tabas Wasser und Strom von Elat. Das Taba-Abkommen war ein seltenes Beispiel für die Lösung eines umstrittenen Problems mit gerichtlichen Mitteln.

Literaturverzeichnis

Lesch, Ann M. "Das ägyptisch-israelische Abkommen zur Vorlage des Streits über Taba bei internationalen Schiedsverfahren." Im Der Nahe Osten und Nordafrika: Essays zu Ehren von JC Hurewitz, herausgegeben von Reeva S. Simon. New York: Middle East Institute, 1990.

ann m. lesch