Nur al-din abu ishaq al-bitruji

Der muslimische Astronom Nur al-Din Abu Ishaq al-Bitruji (ca. 1150-1200), auch bekannt als Alpetragius, erläuterte ein astronomisches System, das die Erklärung von Eudoxan wiederbelebte und die ptolemäische Erklärung der anomalen Bewegungen der Planeten leugnete.

Über das Leben von al-Bitruji ist praktisch nichts bekannt, obwohl er an einem Punkt seiner Arbeit die Entstehung seiner Theorie der Anweisung von Ibn Tufayl zuschreibt. Das Problem von al-Bitruji war das aller Aristoteliker, die Ptolemäus lesen Almagest. Aristoteles stellte klar fest, dass sich die Planeten mit kreisenden Bewegungen bewegen müssen und implizierte, dass der Mittelpunkt dieser Bewegungen mit dem Erdmittelpunkt identisch sein muss; Er wünschte sich ferner einen Mechanismus, um die Bewegung der Antriebsmaschine auf die Planetenkugeln zu übertragen. Ptolemaios hingegen platzierte unter Wahrung des Prinzips der Kreisbewegungen (auf Exzentrikern und Epizyklen) die Zentren dieser Bewegungen an einer anderen Stelle als im Erdmittelpunkt. Für Saturn, Jupiter, Mars, Venus und Merkur platzierte er die Zentren ihrer gleichmäßigen Bewegungen nicht in den Zentren ihrer jeweiligen exzentrischen Deferenten, sondern an Punkten, die als Äquanten bezeichnet werden.

Eudoxus von Cnidus hatte bereits gezeigt, dass es theoretisch möglich ist, die beiden offensichtlichsten Anomalien in der Planetenbewegung - Rückschritt und Breitengrad - durch homozentrische Sphären zu erklären. Aristoteles wandelte dieses System durch Hinzufügen weiterer Kugeln in ein mechanisches Modell des Universums um (obwohl technische Details es einem solchen Modell unmöglich machen, korrekte Vorhersagen über die Rückschritte und Breiten von Mars und Venus zu liefern). Al-Bitruji folgte dem Vorschlag von Ibn Tufayl, ebenso wie dessen anderer Schüler Averroës, und versuchte, die aristotelische Lösung so anzupassen, dass sie der beobachteten Realität entsprach. Der Versuch scheiterte an der inhärenten Unzulänglichkeit des homozentrischen Systems, die Phänomene zu beschreiben.

Weiterführende Literatur

Band 2 von George Sarton, Einführung in die Wissenschaftsgeschichte (3 Bde., 1927-1947) enthält eine kurze Biographie von al-Bitruji. Siehe auch Philip K. Hitti, Geschichte der Araber von den frühesten Zeiten bis zur Gegenwart (1937; 10. Ausgabe 1970) und Gérard de Vaucouleurs, Entdeckung des Universums: Ein Überblick über die Geschichte der Astronomie von den Ursprüngen bis 1956 (trans. 1957). □