Musikhallen

Musikhallen blühte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, war aber vor 1914 von Bilderhäusern und nach 1922 vom Radio unter Konkurrenz. Sie wurden einer dämpfenden marxistischen Analyse als "dominierende Form der kulturellen Produktion im Kontext einer sich modernisierenden kapitalistischen Gesellschaft" unterzogen und waren in der Tat sozial bedingt, da sie in den neuen großen Industriestädten für Massenunterhaltung sorgten. Sie entwickelten sich aus einer Vielzahl von Quellen - aus der Musik und Akrobatik, die in Vergnügungsgärten wie Vauxhall und Ranelagh angeboten wurden, und aus Gesängen in lokalen Tavernen. Der Eagle in der City Road in London (in "Pop goes the Weasel") war ein früher Konzertsaal, und 1838 bewarb sich die Rotunde in Southwark als Musikhalle. Die ersten Musikhallen servierten Essen und Trinken an Tischen: Erst nach und nach wurde das Getränk beseitigt und das Publikum in Sitzreihen gesetzt. Da die Säle von zweifelhafter Seriosität waren und häufig mit Autorität zu tun hatten, bestand das Publikum überwiegend aus Arbeitern oder der unteren Mittelklasse, obwohl gegen Ende des Jahrhunderts mehr Gönner der Mittelklasse und sogar angesehene Damen zu sehen waren.

Der "Vater der Musikhalle" war Charles Morton, der 1851 das Canterbury in Lambeth eröffnete und 1861 nach Oxford verlegte. 1875 gab es in London mehr als 300 Musikhallen, die in der größeren Provinz gut etabliert waren Städte: In der Tat hat der Star in Bolton im Jahr 1832 den Anspruch, die erste Musikhalle gewesen zu sein. Sie produzierten ihre eigenen Sterne. Dan Lenos Karriere begann in den 1860er Jahren, fast sobald er laufen konnte, und er starb 1904 im Alter von 43 Jahren. Marie Lloyd debütierte 1885 im Eagle mit einem Repertoire, das beinhaltete: „Der Junge, den ich liebe, ist oben in der Galerie'. Auch sie brannte aus und starb 1922 relativ jung. Die Karrieren von Harry Lauder und Gracie Fields begannen, als Lenos zu Ende ging. Der letzte Schlag gegen die Tradition der Musikhalle kam mit der Verbreitung des Fernsehens in den 1950er Jahren, obwohl The Good Old Days aus Leeds in den 1970er Jahren einen langen nostalgischen Lauf als Fernsehprogramm hatte.

JA Cannon