Martin güemes

Martín Güemes (1785-1821) war eine der Hauptfiguren im argentinischen Unabhängigkeitskampf gegen Spanien. Sein besonderer Beitrag war als Anführer des entscheidenden Gaucho-Krieges im Nordwesten Argentiniens von 1814 bis 1821.

Martín Güemes wurde in Salta geboren. Dort besuchte er die Schule bis zu seinem 20. Lebensjahr, als er als Militärkadett nach Buenos Aires versetzt wurde. Bis 1814 war seine militärische Karriere zwar erfolgreich, aber etwas alltäglich. In diesem Jahr wurde er von General José de San Martín beauftragt, den irregulären Widerstand gegen die Spanier in Oberperu (dem heutigen Bolivien) zu übernehmen. Die Basis seiner späteren Karriere war wieder die Stadt Salta. Durch diesen Befehl erlangte Güemes echte historische Bedeutung.

Gaucho-Krieg

Vor der Ankunft von Güemes im Jahr 1814 war der Widerstand gegen spanische Invasionen Teil der Existenz des normalen Bürgers der Provinz und der Stadt Salta geworden. Als Güemes ankam, übernahm er das Generalkommando über die Gruppen der Gauchos. Güemes 'erste Aufgabe war es, diese Gruppen zu organisieren und ihre Bemühungen zu koordinieren. Sein nächstes Ziel war es, die royalistische Armee von Joaquin Pezuela zu besiegen, die derzeit die Stadt Salta mit über 3 spanischen Truppen besetzte. Wenn diese Truppe hätte vordringen dürfen, hätte es keine wirksame Patriotentruppe zwischen Salta und Buenos Aires gegeben. So begann der Gaucho-Krieg.

Die Grundstrategie von Güemes und seinen Gaucho-Anhängern bestand darin, die spanischen Streitkräfte von jeglicher Versorgung mit Rindern und Pferden abzuschneiden. Alle Herden wurden südlich der Stadt in ein von den Gauchos kontrolliertes Gebiet getrieben, und jeder spanische Versuch, sie zu erhalten, wurde von den Gauchos mit wilden Kavallerieangriffen begrüßt, die bis zu 12 Mal pro Stunde wiederholt wurden. Das unvermeidliche Ergebnis war die Rückkehr der Spanier mit leeren Händen zu einer Armee, die bereits keine Vorräte mehr hatte. Diese Taktiken waren so erfolgreich, dass Pezuela die Stadt im Juni 1814 evakuierte und sich nach Oberperu zurückzog. Nach einer kurzen Pause mit einer argentinischen Invasion in Oberperu kehrte Güemes nach Salta zurück. Er wurde zum Gouverneur der Provinz gewählt und übernahm sowohl politische als auch militärische Verantwortung.

Zwischen 1815 und 1821 besiegten Güemes und die Bevölkerung von Salta vier weitere spanische Invasionen. Ihr Mut brachte ihnen den Titel "Bollwerk des Nordens" ein und sicherte Argentiniens fragile Unabhängigkeit von den Spaniern in Peru. Am 7. Juni 1821 drang jedoch eine royalistische Kolonne in die Stadt ein, und Güemes wurde getötet, aber sein Tod hinderte die Salteños nicht daran, den Eindringling erneut abzuwehren.

Güemes und das Volk von Salta hatten gegen die Spanier viel erreicht. Sie hatten einen Schild zur Verfügung gestellt, hinter dem San Martín die Armee der Anden, eventuelle Eroberer der Spanier in Peru, aufbauen und ausbilden konnte. Sie hatten den Spaniern das entscheidende Tor zum argentinischen Kernland verschlossen und alle spanischen Versuche, die Region Platin zurückzuerobern, von einer Seemacht abhängig gemacht, die Spanien nicht besaß.

Weiterführende Literatur

Die Standardwerke zu Güemes sind auf Spanisch. Auf Englisch siehe Roger M. Haigh, Martín Güemes: Tyrann oder Werkzeug? (1968). □