Lucas Cranach der Ältere

Der deutsche Maler, Kupferstecher und Designer von Holzschnitten Lucas Cranach der Ältere (1472-1553) ist am bekanntesten für seinen wunderbar artigen Stil, den er als Hofmaler bei den Kurfürsten von Sachsen praktizierte.

Lucas Cranach der Ältere wurde in Kronach, Franken, geboren. Er wurde offenbar von seinem Vater Hans, einem Maler, ausgebildet und arbeitete von 1495 bis 1498 in Kronach für Coburg und Gotha. Es gibt Hinweise darauf, dass Cranach zwischen 1500 und 1504 in Wien lebte. 1504 heiratete er Barbara Brengbier aus Gotha; Sie hatten drei Töchter und zwei Söhne, Hans (gestorben 1537) und Lucas der Jüngere (1515-1586), beide Maler.

1505 ließ sich Cranach in Wittenberg nieder, wo er als Hofmaler für drei aufeinanderfolgende Wähler tätig war: Friedrich der Weise, Johannes der Konstante und Johannes Friedrich der Großmütige. Cranach war ein wohlhabender und angesehener Bürger. Er besaß mehrere Häuser und Grundstücke, hatte das Amt des Stadtrats inne und war Bürgermeister. Er arbeitete auch für andere fürstliche Gönner und war ein Anhänger und lebenslanger Freund von Martin Luther.

1550 folgte Cranach Johannes Friedrich dem Großmütigen nach Augsburg, wo sich der Kurfürst im Exil befand, und begleitete ihn 1552 nach Weimar. Cranach starb am 16. Oktober 1553 in Weimar.

Frühe Arbeiten

Cranachs früheste bekannte Werke stammen aus der Zeit seiner Wiener Residenz und sind stilistisch stark ausdrucksstark, wobei Figuren und Landschaft in Bewegung dramatisch vereint sind. Es zeigt sich ein Interesse an malerischer Landschaft, das Tendenzen vorwegnimmt, die der sogenannten Donauschule eigen sind. Charakteristische Beispiele sind Der heilige Hieronymus in der Buße (1502), die halblangen Porträts von Dr. Johannes Cuspinian und seiner Frau Anna (ca. 1502-1503) und die Kreuzigung in München (1503). In der Zusammensetzung der Kreuzigung Cranach brach scharf mit der ikonografischen Tradition und setzte kühne Verkürzungen und andere räumliche Mittel ein, die das Wissen über die Kunst von Michael Pacher und damit von Andrea Mantegna widerspiegeln. In Cranachs erstem signierten Gemälde Ruhe auf der Flucht nach Ägypten (1504) ist der Geist idyllisch und die Handlungen der Figuren sind lebhaft.

Stilwechsel

Cranachs Arbeit wurde weniger emotional, nachdem er 1505 nach Wittenberg gezogen war, obwohl die Veränderung bei den Holzschnitten langsamer war als bei den Gemälden. Seine Holzschnitte waren technisch von Albrecht Dürers inspiriert, aber weniger fein geschnitten und weniger klar organisiert. In Cranachs Holzschnitten herrschte eine dramatische Betonung vor, und eine Vorliebe für Ton führte 1509 zur Verwendung der Hell-Dunkel-Technik, wie in der St. Christopher von 1506, wiederverwendet oder neu geschnitten und 1509 mit einem Farbblock gedruckt. Die Stiländerung in den Gemälden ist in der zu sehen Martyrium der heiligen Katharina Dresden (1506), in dem die nachdrückliche Darstellung der Kleidungsmuster, die fallenden Feuerzungen und das Gedränge der Figuren zu einem Verlust der kompositorischen Einheit und der räumlichen Klarheit führen; und in der Altarbild der Heiligen Verwandtschaft (1509), kurz nach Cranachs Reise in die Niederlande gemalt, in der der flämische Einfluss für die allgemeine Disposition und die Kostüme der Figuren verantwortlich ist.

Danach zeichnete sich Cranachs Malerei zunehmend durch minimale Modellierung, Betonung linearer Details, klare Konturen und in den Porträts und den meisten Bildern von ein oder zwei Figuren durch nicht modellierte Hintergründe aus. Dies kann in Werken mit so unterschiedlichen Themen wie dem beobachtet werden Madonna und Kind in Breslau (ca. 1510) das Modell für viele Varianten aus seiner Werkstatt; Kardinal Albrecht von Brandenburg als der heilige Hieronymus in seinem Arbeitszimmer (1525), basierend auf Dürers Stich Der heilige Hieronymus in seinem Arbeitszimmer; auf die Urteil von Paris (1530) und Venus (1532), in dem die Themen klassisch sind, die Interpretation jedoch von einem naiven Charme durchdrungen ist, der zum großen Teil auf Cranachs kurvenreiche, sanft erotische weibliche Akte zurückzuführen ist; die Porträts von Herzog Heinrich dem Frommen und seiner Frau Katharina (1514) in voller Länge; das Fountain of Youth (1546); und Reformationsbilder wie die Herbst und Erlösung (1529) und Christus segnet die kleinen Kinder (1538). Cranach malte auch Jagdszenen für die Lodges seiner fürstlichen Gönner.

Cranachs Zeichnungen umfassen acht Seiten mit Randabbildungen für das Gebetbuch Maximilians (1515) und großartige Tier- und Porträtstudien wie das Haupt von Martin Luthers Vater (ca. 1527). Sein bekanntester Stich ist der Buße des heiligen Johannes Chrysostomus (1509).

Weiterführende Literatur

Eine gute Zusammenfassung von Cranachs Leben und Kunst mit Reproduktionen seines charakteristischsten Werkes findet sich in Eberhard Ruhmer, Cranach, übersetzt aus dem Deutschen von Joan Spencer (1963). Für Cranachs Zeichnungen siehe Jakob Rosenberg, Die Zeichnungen Lucas Cranach d. A. (1960); und für die Drucke siehe FWH Hollstein, Deutsche Stiche, Radierungen und Holzschnitte, ca. 1400-1700, vol. 6 (1954).

Zusätzliche Quellen

Cranach, Lucas, Lucas Cranach, Leningrad: Aurora Art, 1976. □