Locofoco-Party

Locofoco-Party. In den zehn Jahren vor der Panik von 1837 drückte sich die Unzufriedenheit der Handwerker in den östlichen Städten in der Arbeiterbewegung aus. Wohlstandsunterschiede und eine Tendenz zur zentralisierten Produktion bedrohten das handwerkliche Ideal der Gleichheit in einer Republik unabhängiger Produzenten. Besonders beleidigend für Lohnverdiener waren staatlich gecharterte Banken, durch die eine wohlhabende Elite ein "Papiersystem" aus Währung und Kredit manipulierte. Antibank-Gefühle fanden politische Unterstützung in der Demokratischen Partei. Der New Yorker Redakteur William Leggett argumentierte, dass Banken eine "Aristokratie" mit exklusiven Privilegien versorgten und Reichtum "von den Vielen auf die Wenigen" transferierten.

Die Bankfrage und die Arbeiterbewegung teilten die New Yorker Demokraten. Bei einem Treffen in der Tammany Hall im Oktober 1835 drängten Konservative die Nominierung von Probank-Kandidaten durch und versuchten, das Treffen durch Ausschalten der Gaslampen zu beenden. Vorgewarnt beleuchteten die Anti-Bank-Männer den Raum mit Kerzen, die mit neuen "locofoco" - oder von Kratzern entzündeten Streichhölzern angezündet wurden. Die Locofoco-Partei war in New York kurz für Agankandidaten aufgeregt. Wie die Arbeiterbewegung, an die sie appellierte, überlebte die Locofoco-Partei die Depression der späten 1830er Jahre nicht. Whigs verwendete jedoch weiterhin den Begriff "locofoco", um Demokraten im ganzen Land als Feinde wirtschaftlicher Stabilität zu bezeichnen.

Literaturverzeichnis

Watson, Harry L. Freiheit und Macht: Die Politik des Jacksonian America. New York: Hill und Wang, 1990.

Wilentz, Sean. Chants Democratic: New York City und der Aufstieg der amerikanischen Arbeiterklasse, 1788–1850. New York: Oxford University Press, 1984.

Louis S.Gerteis