Handelslizenzen

Lizenzen für den Handel in der Kolonialzeit regelten die "allgemeinen Berufungen" wie Gastgewerbe, Transport von Waren und Personen oder Betrieb einer Brücke. Bis zum neunzehnten Jahrhundert dehnte sich der Umfang der Handelslizenzen auf eine größere Vielfalt von Berufen aus und umfasste Berufe wie Medizin und Architektur. Die wachsende Besorgnis nach dem Bürgerkrieg über die Regulierung von Unternehmen veranlasste viele Staaten, sich auf Lizenzen für den Handel mit so unterschiedlichen Branchen wie der Eisherstellung und dem Betrieb von Getreidehebern zu verlassen. Noch in den frühen 1930er Jahren nutzte der Oberste Gerichtshof der USA die Klausel über das ordnungsgemäße Verfahren der Verfassung, um viele staatliche Vorschriften, einschließlich restriktiver Handelslizenzen, zu verbieten. In den 1930er Jahren zog es sich jedoch zurück, und in den 1970er Jahren betraf die staatliche Lizenzierung weite Bereiche der Wirtschaft ohne ernsthafte verfassungsrechtliche Zweifel.

Das Wachstum großer Unternehmen schwächte jedoch die Wirksamkeit der staatlichen Handelslizenzierung, was die bundesstaatliche Handelslizenzierung zunehmend an Bedeutung gewann, insbesondere in Bereichen wie Bankwesen, Strom, Gasverteilung, Telekommunikation und verschiedenen Formen des zwischenstaatlichen Verkehrs. Auf kommunaler Ebene spiegeln Lizenzen eher lokale Bedenken hinsichtlich Hygiene, geordnetem Handel und Schutz lokaler Gewerbetreibender vor Konkurrenz von außen wider, als Einnahmen zu generieren. In vielen Staaten unterliegt die lokale Lizenzierung des Handels häufig staatlichen Gesetzen und einer zunehmenden staatlichen Aufsicht.

Literaturverzeichnis

Frese, Joseph R., SJ Judd und Jacob Judd, Hrsg. Wirtschaft und Regierung. Tarrytown, NY: Sleepy Hollow Press und Rockefeller Archive Center, 1985.

Goldin, Claudia und Gary D. Libecap, Hrsg. Die regulierte Wirtschaft: Ein historischer Ansatz zur politischen Ökonomie. Chicago: Universität von Chicago Press, 1994.

William TuckerDekan

ChristopherWells