Die vierzehn Punkte

Quellenergänzungen zu den Botschaften und Papieren der Präsidenten über die zweite Regierung von Woodrow Wilson. 18. Januar 1918.

Einleitung Der Erste Weltkrieg sollte der "Krieg zur Beendigung aller Kriege" sein. Zu diesem Zweck forderte Präsident Woodrow Wilson im Januar 1917, bevor die Vereinigten Staaten in den Krieg eintraten, einen Frieden, der die Ursachen künftiger Kriege beseitigt und einen Völkerbund zur Wahrung des Friedens schafft. Im Januar 1918 formulierte er seine "Vierzehn Punkte", die als Grundlage für ein Friedensabkommen dienen sollten. Ziel war es, den Willen der Deutschen und ihrer Verbündeten, den Kampf fortzusetzen, zu verringern, indem ein Abkommen vorgeschlagen wurde, das allen Kämpfern nationale Unabhängigkeit und Selbstbestimmung garantiert. Dieser Auszug enthält seine sechs allgemeinen Punkte, und Wilson fordert, wie zu sehen ist, die Beseitigung von Handelshemmnissen. Seine acht spezifischen Punkte fordern die Wiederherstellung Belgiens; Wohlwollen gegenüber den Russen, die sich mitten in ihrer Revolution befanden; ein unabhängiges Polen; die Übergabe von Elsass-Lothringen an Frankreich; und Selbstbestimmung für die einzelnen Staaten im österreichisch-ungarischen und osmanischen Reich.

Im Oktober 1918 schrieb der deutsche Bundeskanzler an Wilson und forderte einen sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen auf der Grundlage der vierzehn Punkte. Wilson führte die US-Delegation zur Friedenskonferenz, die im Januar 1919 begann. Letztendlich waren die Bedingungen des Vertrags von Versailles strenger als die von Wilson vorgeschlagenen. Wilson machte eine Reihe von Kompromissen, aber er gewann mehr seiner Punkte als er verlor. Die Briten machten einen Vorbehalt bezüglich Wilsons zweitem Punkt geltend, und sowohl die Briten als auch die Franzosen forderten Wiedergutmachung für den Schaden an zivilem Eigentum. Wilson war nicht in der Lage, Frieden zu den genauen Bedingungen zu schaffen, unter denen Deutschland zugestimmt hatte, das Feuer einzustellen, und die Deutschen stellten später fest, dass sie sich "betrogen" fühlten. Mit der Wiederbelebung des Isolationismus in den Vereinigten Staaten konnte die erforderliche Zweidrittelstimme für die Ratifizierung des Vertrags im Senat nicht erreicht werden, so dass die Vereinigten Staaten 1921 einen separaten Friedensvertrag mit Deutschland unterzeichneten. Nach dem Versailler Vertrag wurde der Völkerbund gegründet, aber die Vereinigten Staaten waren nie Mitglied. ∎

Es wird unser Wunsch und Zweck sein, dass die Friedensprozesse, wenn sie begonnen werden, absolut offen sind und dass sie fortan keine geheimen Verständnisse jeglicher Art beinhalten und zulassen. . .

Wir sind in diesen Krieg eingetreten, weil Rechtsverletzungen aufgetreten waren, die uns schnell berührten und das Leben unseres eigenen Volkes unmöglich machten, es sei denn, sie wurden korrigiert und die Welt ein für allemal gegen ihre Wiederholung gesichert. Was wir in diesem Krieg fordern, ist daher nichts Besonderes für uns. Es ist so, dass die Welt fit und sicher gemacht wird, um darin zu leben; und insbesondere, dass es für jede friedliebende Nation sicher gemacht wird, die wie unsere eigene ihr eigenes Leben führen, ihre eigenen Institutionen bestimmen, Gerechtigkeit und fairen Umgang der anderen Völker der Welt gegen Gewalt und Selbstsucht sicherstellen will Aggression. Alle Völker der Welt sind tatsächlich Partner in diesem Interesse, und wir für unseren Teil sehen sehr deutlich, dass es uns nicht getan wird, wenn anderen nicht Gerechtigkeit angetan wird. Das Programm des Weltfriedens ist daher unser Programm; und dieses Programm, das einzig mögliche Programm, wie wir es sehen, ist dieses:

I. Offene, offen geschlossene Friedensbündnisse, nach denen es keine privaten internationalen Verständnisse jeglicher Art geben soll, sondern die Diplomatie immer offen und öffentlich.

II. Absolute Schifffahrtsfreiheit auf den Meeren, außerhalb der Hoheitsgewässer, sowohl in Frieden als auch im Krieg, es sei denn, die Meere können ganz oder teilweise durch internationale Maßnahmen zur Durchsetzung internationaler Bündnisse geschlossen werden.

III. Die Beseitigung aller wirtschaftlichen Hindernisse und die Schaffung gleicher Handelsbedingungen zwischen allen Nationen, die dem Frieden zustimmen und sich für dessen Aufrechterhaltung zusammenschließen, soweit dies möglich ist.

IV. Angemessene Garantien gegeben und gegeben, dass die nationalen Rüstungsgüter im Einklang mit der inneren Sicherheit auf den niedrigsten Punkt reduziert werden.

V. Eine freie, aufgeschlossene und absolut unparteiische Anpassung aller kolonialen Ansprüche unter strikter Einhaltung des Grundsatzes, dass bei der Festlegung all dieser Fragen der Souveränität die Interessen der betroffenen Bevölkerungsgruppen den gleichen Ansprüchen gleichgestellt werden müssen wie die gerechten Ansprüche der Regierung, deren Titel zu bestimmen ist. . .

XIV. Eine allgemeine Vereinigung von Nationen muss unter bestimmten Bündnissen gebildet werden, um großen und kleinen Staaten gleichermaßen gegenseitige Garantien für politische Unabhängigkeit und territoriale Integrität zu geben.