Cox, Oliver Cromwell

24. August 1901
4. September 1974

Der Soziologe Oliver Cox wurde in Port of Spain, Trinidad, als Sohn von Virginia Blake und William Raphael Cox geboren. Sein Vater, ein Zollbeamter und Kapitän eines Steuerschoners, war zu beschäftigt, um die Ausbildung von Cox und seinen acht Geschwistern zu überwachen, und so wurde sie seinem Onkel Reginald W. Vidale anvertraut, einem Lehrer und Schulleiter von Saint Thomas Boys 'Schule in Port of Spain.

Cox kam 1919 in die USA, um zu arbeiten und ausgebildet zu werden. 1925 trat er in das Lewis Institute in Chicago ein, wo er Geschichte und Wirtschaft studierte. Im Frühjahr 1927 erhielt er einen Associate Degree und im Herbst dieses Jahres trat er in die Northwestern University ein, wo er 1929 einen Bachelor of Science in Jura abschloss. Kurz danach erkrankte er an Polio. Er erholte sich achtzehn Monate lang und ging danach immer mit Krücken.

Nachdem Cox die Idee der Anwaltstätigkeit in Trinidad aufgegeben hatte, entschied er sich für eine akademische Arbeit, die "nicht zu viel Beinarbeit erfordern würde". Im Herbst 1930 trat er als Doktorand der Wirtschaftswissenschaften in die Universität von Chicago ein und erwarb 1932 einen MA. Bald darauf wechselte er jedoch zur Soziologie und behauptete, die Wirtschaftswissenschaftler hätten die Ursachen der Weltwirtschaftskrise nicht erklärt. Seine Dissertation "Faktoren, die den Familienstand von Negern in Chicago beeinflussen" basierte auf der Untersuchung einer großen Menge statistischer Daten. Cox erhielt seinen Ph.D. im August 1938.

Trotz seines Abschlusses in Wirtschaftswissenschaften und Soziologie war Cox damals wie später nicht in der Lage, eine Stelle an einer weißen Institution zu finden. Er nahm eine Position in der Wirtschaftsabteilung am Wiley College in Marshall, Texas, an. Nach fünf Jahren nahm er eine lukrativere Stelle am Tuskegee Institute in Alabama an. Tuskegees beruflicher Bildungsansatz frustrierte ihn jedoch und er trat 1949 in die Fakultät der Lincoln University in Jefferson City, Missouri, ein. Er blieb bis 1970 in Lincoln, als er an die Fakultät der Wayne State University in Detroit, Michigan, wechselte kurze Zeit war er ein angesehener Gastprofessor.

Cox ist am bekanntesten für seinen Angriff auf die Kastenschule der Rassenbeziehungen, deren artikuliertestes Mitglied W. Lloyd Warner war. Cox argumentierte zunächst in seinem Artikel "Die moderne Kastenschule für Rassenbeziehungen" (1942) und ausführlicher in seinem Hauptwerk: Kaste, Rasse und Klasse (1948), dass die Betrachtung der Rassenbeziehungen in Amerika als analog zu Kastensystemen wie dem hinduistischen Indien historische Unterschiede in der Entwicklung der beiden Systeme ignorierte und die politischen und wirtschaftlichen Grundlagen der amerikanischen Rassenbeziehungen außer Acht ließ. Cox bestand darauf, dass Rassismus in Amerika ein Produkt von Klassenkonflikten sei. In späteren Jahren erarbeitete Cox seine marxistische Sicht des Kapitalismus und der Rassenbeziehungen in drei Büchern: Grundlagen des Kapitalismus (1959) Kapitalismus und amerikanische Führung (1962) und Kapitalismus als System (1964). Er unterstrich die Bedeutung des internationalen Handels und der ungleichmäßigen globalen Entwicklung in der Geschichte des europäischen Kapitalismus. Cox 'letzte Arbeit "Jüdisches Eigeninteresse und' Schwarzer Pluralismus '" (1974) befasste sich mit dem Problem des schwarzen Nationalismus. Seine Behauptung, dass der ethnische Pluralismus von Juden zu ihrem eigenen Vorteil gefördert wurde, löste einen Sturm der Kritik aus.

Erst am Ende seines Lebens erreichte Cox eine begrenzte berufliche Anerkennung. Seine Arbeit bleibt trotz ihrer Originalität merkwürdigerweise übersehen.

[VORLÄUFIGE VOLLAUTOMATISCHE TEXTÜBERSETZUNG - muss noch überarbeitet werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.] Tuskegee Universität

Literaturverzeichnis

Blackwell, James und Morris Janowitz, Hrsg. Schwarze Soziologen: Historische und zeitgenössische Perspektiven. Chicago: Universität von Chicago Press, 1974.

Hunter, Herbert M. und Sameer Y. Abraham, Hrsg. Rasse, Klasse und das Weltsystem: Die Soziologie von Oliver C. Cox. New York: Monthly Review Press, 1987.

McAuley, Christopher. Der Geist von Oliver C. Cox. Notre Dame, Ind .: Notre Dame University Press, 2004.

Greg Robinson (1996)
Aktualisierte Bibliographie