Ausländische Nahrungsmittelhilfe

Die Nahrungsmittelhilfe ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein Schlüssel zur globalen Agrarentwicklung und Handelspolitik. Nahrungsmittelhilfe schafft landwirtschaftliche Entwicklung und Einkommenswachstum in armen Ländern und schafft so zukünftige Märkte für Geberländer, so Christopher Barrett. Nahrungsmittelhilfe kann jedoch inflationär sein, da sie die Nachfrage und die Kosten für Non-Food-Artikel in den Empfängerländern erhöht.

Das Welternährungsprogramm (WFP), die Ernährungshilfeagentur der Vereinten Nationen, wurde 1963 zur Bekämpfung des globalen Hungers gegründet. Das WFP hat viele Partner, darunter das FAD-Büro (Food Aid for Development) der Weltgesundheitsorganisation. Ziel dieser gemeinsamen Bemühungen ist es, sicherzustellen, dass jeder jederzeit Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln hat.

Seit seiner Gründung hat das WFP 27.8 Milliarden US-Dollar und mehr als 43 Millionen Tonnen Lebensmittel investiert, um den Hunger zu bekämpfen, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu fördern und dreiundachtzig Ländern in Notfällen Hilfe zu leisten. Im Jahr 2000 ernährte das WFP 83 Millionen Menschen. WFP hat drei Hauptprogramme:

  • Food-for-Life. Achtzig Prozent der WFP-Ressourcen werden von diesem Programm für Nothilfemaßnahmen für Flüchtlinge und Vertriebene verwendet.
  • Nahrung für Wachstum. Die Projekte in diesem Programm zielen darauf ab, Ernährungsprobleme bei schwangeren und stillenden Frauen, Säuglingen, Schulkindern und älteren Menschen zu verhindern. Alphabetisierung und Ernährung Kurse werden ebenfalls angeboten.
  • Essen für die Arbeit. Chronisch hungrige Menschen werden im Rahmen des Food-for-Work-Programms mit Lebensmitteln bezahlt. Die Mitarbeiter unterstützen Projekte zur Verbesserung der lokalen Infrastruktur, z. B. den Bau von Straßen und Häfen sowie Reparaturen
  • Deiche, Terrassenhügel, Wiederbepflanzung von Wäldern und Reparatur von Bewässerungssystemen.