Albert Feldmarschall Kesselring

Feldmarschall Albert Kesselring (1885-1960), einer der bekanntesten deutschen Luft- und Feldkommandanten im Zweiten Weltkrieg, übergab 1945 den südlichen Teil der deutschen Truppen den Amerikanern.

Albert Kesselring wurde am 20. November 1885 in Markstedt bei Bayreuth, Bayern, geboren. Nach Abschluss einer traditionellen klassischen Ausbildung trat er 1904 in die bayerische Fußartillerie ein und wurde 1906 zum Offizier ernannt. Während des Ersten Weltkriegs und des größten Teils der Nachkriegszeit Jahre lang diente er als Stabsoffizier der Armee beim getarnten Generalstab oder "Truppenbüro" und später im Kriegsministerium. Nach der Übernahme durch die Nazis im Jahr 1933 wurde er offiziell aus der Armee entlassen und unter dem Kommando seines alten Kameraden Hermann Göring mit der Verwaltung des Verwaltungsbüros der beginnenden und noch verdeckten Luftwaffe beauftragt.

Im Juni 1936 wurde Kesselring Görings Stabschef; ein Jahr später befehligte er die Luftregion III (Südostdeutschland) und schließlich ab Frühjahr 1938 die Luftflotte I in Berlin. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs leitete er zunächst die Luftangriffe der Luftflotte I über Polen, leitete dann im Sommer und Herbst 1940 die Operationen der Luftflotte II über Frankreich, in der Luftunterstützung über Dünkirchen und schließlich in der Schlacht von Großbritannien. Am 30. Juni 1940 wurde er zum Feldmarschall befördert. Während der Operation Barbarossa im Juni 1941 befehligte er erneut die Luftflotte II an der zentralrussischen Front.

Im September 1941 wurde Kesselring als Oberbefehlshaber nach Rom versetzt, um die deutsch-italienischen Kriegsanstrengungen im Mittelmeerraum zu koordinieren. Von dort aus teilte er die Richtung des Feldzugs von Rommel in Nordafrika und überwachte die Verteidigungsschlachten in Tunis, Sizilien und dann auf der italienischen Halbinsel. Mit dem Überfall Italiens im September 1943 war er Oberbefehlshaber in Italien und im Mittelmeerraum und leitete von 1943 bis 1945 den stetigen Rückzug der deutschen Armeen unter dem Ansturm der alliierten Truppen und italienischen Partisanen. Ab dem 10. März 1945 leitete er Hitlers letzten Stand am Rhein. Am 7. Mai übergab er die südliche Hälfte der deutschen Streitkräfte den Amerikanern.

Kesselring wurde im Mai 1947 von einem britischen Militärgericht in Venedig vor Gericht gestellt und im März 320 wegen Erschießung von 1944 italienischen Geiseln (Massaker an den Ardeatine Caves) zum Tode verurteilt. Im Oktober 1947 wurde das Urteil in lebenslange Haft umgewandelt. im Oktober 1952 wurde er aus gesundheitlichen Gründen freigelassen. Er starb am 16. Juli 1960 in Bad Nauheim, Bayern.

Weiterführende Literatur

Kesselrings hochverteidigende Memoiren wurden unter zwei verschiedenen englischen Titeln veröffentlicht: Die Erinnerungen des Feldmarschalls Kesselring (1953) und Kesselring: Ein Soldatenrekord (1954). Die Dokumente von Kesselrings Prozess in Venedig wurden in einer zweisprachigen Ausgabe von Oberstleutnant AP Scotland geschickt bearbeitet. Der Fall Kesselring: Der Fall Kesselring (1952). Interessante Seitenlichter auf Kesselrings Karriere und Persönlichkeit sind in Siegfried West-Phal, Die deutsche Armee im Westen (1950; Trans. 1951), von einem ehemaligen Militärassistenten Kesselrings, der versucht, die Kriegspflicht von der deutschen Armee auf Hitler zu verlagern. Kesselrings militärische Aktionen während des Zweiten Weltkriegs werden in WGF Jackson, Die Schlacht um Italien (1967); Fred Majdalany, Der Fall der Festung Europa (1968); und Peter Townsend, Duell der Adler (1970).

Zusätzliche Quellen

Kesselring, Albert, Die Memoiren von Feldmarschall Kesselring, Novato, CA: Presidio, 1989, 1953.

Macksey, Kenneth, Kesselring: die Herstellung der Luftwaffe, London: Batsford, 1978. □