1960er Jahre: Mode

Wie in anderen Bereichen der amerikanischen Populärkultur erlebte die Mode in den 1960er Jahren einen echten Übergang vom Konservatismus zum Exzess, von der sozialen Konformität (das zu tun, was die Gesellschaft erwartet) zur Individualität ("dein eigenes Ding machen"). Die Modeikone (Symbol der Mode) der ersten Jahre des Jahrzehnts war First Lady Jacqueline Kennedy (1929–1994), Ehefrau des beliebten jungen Präsidenten John F. Kennedy (1917–1963). Jacqueline Kennedy mit ihren einfachen, aber geschmackvollen Kleidern wurde in den meisten populären Modemagazinen des Tages vorgestellt. Der raffinierte Konservatismus der First Lady machte jedoch bald viel kühneren Stilen Platz.

Um 1964 entwarf die britische Designerin Mary Quant (1934–) den "Mod-Look", der besonders bei jungen Frauen beliebt wurde. Miniröcke, bunte Kleider, Make-up mit dunklen Augen und wilde Blusen, Strümpfe und Accessoires wurden zum Trend. Die Stile wechselten schnell von Jahr zu Jahr. Ein dünnes, modisches britisches Model namens Twiggy (1949–) ersetzte Jackie Kennedy bald als dominierende Modetrendsetterin. Mit zunehmendem Einfluss der Frauenrechtsbewegung wurden auch Frauen bei ihren Modewahlen unabhängiger. Einige Frauen wurden braless und viele trugen zum ersten Mal Hosen.

Auch Männer waren von der neuen Freiheit in der Mode betroffen. Der Buzz Cut war als dominierender Haarschnitt für Männer aus der Mode gekommen, und Männer gingen zunehmend zu Stylisten anstatt zu Friseuren, um ihre Haare in Mode zu halten. Am Ende des Jahrzehnts waren männliche Hippies zu sehen, die ihre extrem langen Haare zu Pferdeschwänzen trugen. Der graue Flanellanzug kam ebenfalls aus der Mode, als Männer nach neuen Optionen suchten, selbst in Geschäftskleidung. Die Krawatten wurden breiter und die Farben kühner. Unter jungen Männern blieben Jeans und ein T-Shirt die beliebteste Wahl für Kleidung.